Wohin geht eigentlich der Bauschutt – und welches Papier brauchen Sie dafür? Wir erklären, wie Materialtrennung die Recyclingquote hebt und warum ein sauberer Nachweis bei Amt, Verkauf und Förderung bares Geld wert ist.
Der gleiche Bauschutt kann günstiges Recycling oder teurer Deponiemüll sein. Was daraus wird, entscheidet sich nicht am Ende – sondern beim ersten Handgriff.
Bei jedem Abbruch und jeder Entkernung fallen Tonnen an Material an: Beton, Ziegel, Holz, Metall, Dämmung, Fliesen. Wird alles zusammen in einen Container geworfen, gilt es als Mischabfall – und der ist teuer, weil er kaum noch zu verwerten ist. Sauber getrennt dagegen wird der Großteil zu neuem Baustoff.
Am Ende zählt aber nicht nur, was recycelt wurde, sondern auch, dass Sie es belegen können. Genau dafür gibt es den Entsorgungsnachweis. Was er ist, wofür Sie ihn brauchen und wie eine hohe Recyclingquote entsteht, klären wir hier – ohne Behördendeutsch.
Fünf Stationen liegen zwischen dem ersten Container und dem Papier, das Sie am Ende in der Hand halten. Jede davon entscheidet über Kosten, Quote und Nachweisbarkeit.
Statt alles in einen Container zu werfen, sortieren wir schon beim Rückbau. Was sich sauber trennen lässt, wird getrennt – das ist die wichtigste Weiche für alles, was danach kommt.
Mineralischer Bauschutt (Beton, Ziegel, Mörtel), Holz, Metall, Dämmung und Reststoffe wandern in eigene Behälter. Jede Fraktion hat ihren eigenen Verwertungsweg – gemischt hätte sie keinen.
Wir fahren die getrennten Fraktionen zu zertifizierten Verwertern und Recyclinghöfen in Berlin und Brandenburg. Nur dort entsteht aus Bauschutt wieder Baustoff – und nur dort werden die Papiere ausgestellt.
Bei der Anlieferung wird jede Ladung gewogen und dokumentiert. Diese Wiegescheine sind der Rohstoff Ihres Nachweises: Sie zeigen schwarz auf weiß Menge, Art und Ziel des Materials.
Aus den Belegen wird ein lückenloser Nachweis, den Sie für Amt, Verkauf oder Förderung verwenden können. Auf Wunsch bekommen Sie ihn zum Projektabschluss ausgehändigt. Mehr zum Kreislauf im Abschnitt Warum Recycling zählt.
Die Container und den Abtransport übernehmen wir über unsere eigene Entsorgung – so bleibt alles in einer Hand. Wie so ein Rückbau Schritt für Schritt abläuft, lesen Sie im Ratgeber zum Ablauf einer Entkernung. Tätig sind wir in ganz Berlin, unter anderem in Neukölln, Mitte und Tempelhof.
Bauschutt ist der größte Abfallstrom Deutschlands. Was hier im Kreislauf bleibt, muss nicht neu abgebaut, gebrannt und herangefahren werden. Deshalb ist Trennung nicht nur eine Kostenfrage.
Aus altem Beton entsteht in der Aufbereitung Recycling-Baustoff, der im Straßen- und Tiefbau echte Rohstoffe ersetzt. Metall wandert eingeschmolzen in neue Produkte, sauberes Holz in die stoffliche oder energetische Verwertung. Jede Tonne, die so im Kreislauf bleibt, spart Deponievolumen und Neuabbau.
Für Sie zahlt sich das doppelt aus: getrennte Fraktionen sind in der Entsorgung günstiger als Mischabfall, und die hohe Verwertungsquote steht sauber in Ihren Papieren. Das ist der Kern unserer Marke – starke Arbeit, die eine saubere Welt hinterlässt.
„Ein Container Mischschutt ist schnell voll – und teuer. Wer beim Rückbau zehn Minuten mehr ins Trennen steckt, spart hinterher am Wiegeschein.“
— Erhan Yılmaz, Gründer ORIDIS
Was ist ein Entsorgungsnachweis?
Ein Entsorgungsnachweis dokumentiert, dass Ihr Bauabfall bei einer zugelassenen Anlage angekommen und dort ordnungsgemäß verwertet oder entsorgt wurde. Grundlage sind Wiegescheine und Übernahmescheine des Entsorgers. Sie belegen damit lückenlos, wohin das Material gegangen ist.
Wofür brauche ich den Nachweis überhaupt?
Er hilft an drei Stellen: bei Förderprogrammen, die eine fachgerechte Entsorgung verlangen, beim Verkauf oder der Übergabe der Immobilie und gegenüber dem Bauamt. Ohne Papiere lässt sich später nicht belegen, dass alles korrekt entsorgt wurde – das kann teuer werden.
Was bedeutet Recyclingquote?
Die Recyclingquote sagt, welcher Anteil des Abbruchmaterials wiederverwertet statt deponiert wird. Beton und Ziegel werden zu Recycling-Baustoff, Metall und Holz gehen in die Verwertung. Je sauberer vor Ort getrennt wird, desto höher fällt die Quote aus.
Warum trennt ihr das Material direkt auf der Baustelle?
Weil sich sauber getrennte Fraktionen recyceln lassen, gemischter Abfall aber als teurer Deponiemüll gilt. Wir sortieren Bauschutt, Holz, Metall und Dämmung schon beim Rückbau – das senkt die Entsorgungskosten und hebt die Recyclingquote.
Bekomme ich die Wiegescheine ausgehändigt?
Ja. Auf Wunsch übergeben wir Ihnen die Belege der Entsorgung für Ihre Unterlagen. So haben Sie den Nachweis in der Hand, falls Amt, Käufer oder Fördergeber danach fragen.
Wird beim Abbruch in Berlin wirklich recycelt?
Ein großer Teil des mineralischen Bauschutts wird in Berlin und Brandenburg zu Recycling-Baustoff aufbereitet und wieder im Bau eingesetzt. Voraussetzung ist die saubere Trennung und die Anlieferung bei zugelassenen Verwertern – genau das organisieren wir mit.